Keine öffentliche Toilette für den Donauknoten

Braunschweig. Am Donauknoten soll es laut Stadtbezirksrat Weststadt einen dringenden Bedarf für eine öffentliche Toilette geben. Das Gremium hatte daher angeregt, die vorhandene Toilettenanlage der Braunschweiger Verkehrs GmbH (BSVG) auch zur allgemeinen Benutzung zu öffnen. Wie die Verwaltung im Rahmen der Sitzung am heutigen Mittwoch mitteilt, ist dies nicht möglich.

 

Der Donauknoten sei mit mehreren haltenden Stadtbahn- und Omnibuslinien der zentrale Verkehrsknotenpunkt in der Weststadt, heißt es in der Antragsbegründung des Stadtbezirksrates. Auch nutzten vermehrt Reiseunternehmen den Donauknoten als Zu- und Ausstiegstreffpunkt. Um bereits mehrfach beobachtetes Wildpinkeln zu vermeiden, sollte die Stadtverwaltung prüfen, ob hier kurzfristig mit dem Öffnen der bereits bestehenden Toilettenanlagen Abhilfe geschaffen werden könne.

Fahrpersonal muss die Toilette in der Pause nutzen können

Dies ist nicht der Fall, lässt die BSVG mitteilen. Die WC-Anlage sei kapazitätsmäßig so ausgelegt, dass sie lediglich den Bedürfnissen einer kleinen Nutzerzahl gerecht werde. Da es sich um eine Anlage des „Altbestandes“ der Braunschweiger Verkehrs AG handele, sei sie nicht, wie heute üblich nach Geschlechtern getrennt nutzbar. Außerdem ließen Reinigungsplan sowie die entsprechende Desinfizierung keine höhere Frequenz an WC-Nutzern zu. „Bei Mitnutzung durch die Öffentlichkeit kann nicht gewährleistet werden, dass unser Fahrpersonal die Toilette in der vorgegebenen Pausenzeit aufsuchen kann“, so die BSVG abschließend.

Auch auf eine eigene Toilettenanlage braucht der Donauknoten sobald nicht zu hoffen. Seitens der Verwaltung heißt es: „Die Lage, Anzahl und Ausstattung der öffentlichen Bedürfnisanlagen Braunschweigs ist historisch gewachsen und orientiert sich an den Wünschen und Hinweisen der Braunschweiger Bürger. Auch die Polizei wendet sich bei Bedarf mit Hinweisen im Stadtgebiet an die Verwaltung.“ Natürlich könne dabei nicht auf jeden Hinweis mit dem Neubau einer Bedürfnisanlage reagiert werden. Im Wilhelmviertel, im Inselwallpark und im Westpark würde die Verwaltung drei neue öffentliche Bedürfnisanlagen errichten.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.